Die Sopranistin Gretel Wittenburg wuchs in der Hansestadt Wismar auf. Sie erhielt klassischen Gesangsunterricht bei der Sängerin Inge Uibel-Fischer an der Universität der Künste Berlin. In dieser Zeit studierte sie gleichzeitig Humanbiologie und wurde 2012 mit dem Friedrich-Kreter-Promotionspreis für ihre Forschung in Frankfurt am Main ausgezeichnet. Gretel Wittenburg beschäftigt sich besonders mit dem Solo- und Ensemblerepertoire des Früh- und Hochbarocks und arbeitet dazu mit renommierten Klangkörpern wie dem Barockorchester Hamburg, Orchester und Collegium für Alte Musik Vorpommern, Concerto Celestino und der Sinfonietta Dresden zusammen. Weitreichende Impulse für ihre musikalische Entwicklung als Solistin erhielt sie durch Barbara Hoene (Kammersängerin der Semperoper Dresden) sowie durch Christina Wartenberg (HMT Leipzig). 

 

Internationale Erfahrungen im Bereich der Alten Musik sammelte die Sängerin während eines Gastaufenthalts an der Schola Cantorum der "Old St. Joseph's Church" in Philadelphia in den USA. Mit Solo- und Ensemblegesang konzertierte sie mit dem Kammerchor Greifswald, Magdeburger Kammerchor, Kosmos Trio, Collegium Paulinum Schwerin sowie dem Ensemble vocal modern für Neue Musik Dresden. Konzertreisen führten sie nach Polen, Schweden und Dänemark. Im Bereich der Neuen Musik gestaltete sie als Solistin Uraufführungen (M. Drude, Th. Buchholz, Chr. Domke) und arbeitet darüber hinaus seit einigen Jahren mit elektronischer Verstärkung vor allem in den Bereichen Jazz und Crossover Music.

 

Im Jahr 2013 gründete Gretel Wittenburg das Ensemble Compagnie d'Oiseaux in Dresden. Die ganze Klangvielfalt Alter Musik kommt durch verschiedene Soloinstrumente und -stimmen in wechselnden Besetzungen zu Gehör. Einen Schwerpunkt ihrer aktuellen Tätigkeit bildet ferner die sängerische Zusammenarbeit mit dem Gambenconsort des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden. Gemeinsam gastieren sie zum Heinrich Schütz Musikfest 2020 in Dresden sowie den 24. Tagen Alter Musik Schwerin.

 

 

Fotos: Ann-Kathrin Deubel
Fotos: Ann-Kathrin Deubel